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St. MichaelisKostel sv. Michala

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St. Michaelis (Michel)

Die evangelische Hauptkirche St. Michaelis, genannt „Michel“, ist die bekannteste Kirche Hamburgs und ein Wahrzeichen der Hansestadt, da sie von Seeleuten auf einlaufenden Schiffen gut sichtbar ist. Sie gilt als bedeutendste Barockkirche Norddeutschlands und ist dem Erzengel Michael geweiht, der als große Bronzestatue über dem Hauptportal hängt. Er ist dargestellt in Siegerpose über dem Teufel. Der Michel steht in der südlichen Neustadt zwischen Ludwig-Erhard-Straße, Krayenkamp und Englischer Planke.

St. Michaelis ist ein in Backsteinbauweise errichteter, barocker Zentralbau mit monumentalem Westturm. Das von Ernst Georg Sonnin und Johann Leonhard Prey entworfene Gebäude wurde 1762 fertiggestellt.

Der 132 Meter hohe, charakteristische Kirchturm zählt zu den höchsten der Welt und er ist der zweithöchste in Hamburg. Der Hauptteil des Turmschaftes ist aus Kostengründen nicht in Stein ausgeführt, sondern besteht aus einer kupferverkleideten Holzkonstruktion (jetzt Stahlkonstruktion).

Der Turm prägt die Silhouette der Stadt und galt schon früh als Orientierungsmarke für die auf der Elbe nach Hamburg segelnden Schiffe. In 82 m Höhe ist die Turmplattform, die einen weiten Ausblick über die Stadt bietet, man kann sie zu Fuß über 453 Stufen oder mit einem Fahrstuhl erreichen.

Mit 2500 Sitzplätzen ist der Michel die größte Hamburger Kirche und die jüngste der fünf Hamburger Hauptkirchen. Der Kirchenraum hat einen kreuzförmigen Grundriss mit 51 m Breite, 71 m Länge und 27 m Höhe. Die marmorne Kanzel bildet das Zentrum des Raumes. In der Krypta befindet sich eine Ausstellung zu der Baugeschichte mit Modellen der Kirche.

Der heutige Bau ist der dritte Kirchenbau an dieser Stelle.

Der erste Bau wurde von 1647 bis 1669 von Peter Marquardt und Christoph Corbinus errichtet. Er wurde die Kirche der Neustadt, die seit 1625 innerhalb der neuen Wallanlagen entstanden war und stetig an Bevölkerung zunahm. 1687 wurde der zweite Michel die fünfte Hauptkirche und die Neustadt ein eigenes Kirchspiel. Dieser Bau wurde am 10. März 1750 durch Blitzschlag zerstört.

1786 wurde der Neubau nach einem Entwurf von Johann Leonhard Prey und Ernst Georg Sonnin in der Form, wie wir die Kirche heute kennen, abgeschlossen. Im Jahr 1802 führte Johann Friedrich Benzenberg ein berühmtes gewordenes Freifall-Experiment im Turm durch. Am 3. Juli 1906 fing der Turm bei Bauarbeiten am Dachstuhl Feuer und brannte vollständig nieder. Auch das Kirchenschiff brannte bis auf die Grundmauern ab. Die Kirche wurde in selber Form wiederhergestellt, jedoch mit einem modernen Stahlskelett und keiner Holzkonstruktion mehr. Die Bauarbeiten dauerten 6 Jahre. Am 19. Oktober 1912 wurde der Michel wiedereröffnet.

Im Zweiten Weltkrieg wurde die gesamte Umgebung stark zerstört, während die Kirche selbst zunächst fast unbeschädigt blieb. Erst 1944 und 1945 wurde schließlich auch das Hauptschiff getroffen. Die Schäden wurden bis etwa 1952 beseitigt. Heute ist die St.Michelis Kirche fast vollständig rekonstruiert.

(Text: Öffnet einen externen Link in einem neuen FensterWikipedia, Photos: Öffnet einen externen Link in einem neuen Fensterwww.mediaserver.hamburg.de)