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Alster

Binnenalster
An der Außenalster
Lombardsbrücke
Rathaus mit Alsterfontäne

Das ursprüngliche Becken des Alstersees entstand durch einen Mühlenstau im Verlauf des Reesendamms, der quer zum Jungfernstieg verläuft. Die Alster wurde um ca. 1190 aufgestaut, um eine Kornmühle zu betreiben. 1235 wurde ein zweiter Damm für eine weitere Mühle gebaut, der die Alsterwiesen aufgrund eines Berechnungsfehlers zum Alstersee überschwemmte.

Die Trennung von Außen- und Binnenalster gibt es seit Errichtung der Hamburger Wallanlagen (1616 bis 1625) – die Lombardsbrücke (und später auch die Kennedybrücke, die aber meist nicht separat genannt wird) schnüren den Stausee ein und trennen so die Außen- von der Binnenalster.

Außenalster

Die Außenalster, die bis 164 ha groß und bis zu 4,5 m tief ist, ist der größere, nördliche Teil des Alstersees. Sie wird von der Alster im Norden sowie der Osterbek und Wandse im Osten gespeist. Sie fließt im Süden in die Binnenalster ab.

Das Ufer der Außenalster ist fast vollständig begrünt. Rund um den See ziehen sich Fußwege und Radwege, die bei Hamburgern zur Erholung und zum Joggen sehr beliebt sind. Der fast durchgehend direkt am Ufer gelegene Wanderweg wurde für Jogger und Läufer mit Halbkilometersteinen markiert und ist 7,4 km lang. Die Außenalster selbst wird viel zum Segeln und Rudern genutzt. Als Segelrevier gilt sie als nicht ganz einfach, da die hier möglichen stark wechselnden Windbedingungen einiges an seglerischem Geschick erfordern können.

An der Außenalster liegen einige der begehrtesten Wohnlagen Hamburgs, unter anderem Harvestehude im Westen und die Straßen Bellevue (Winterhude) und Schöne Aussicht (Uhlenhorst) im Nordosten. Auch das bekannte Hotel Atlantic (St. Georg) liegt hier am südöstlichen Ufer.

Die Lombardsbrücke markiert den alten Verlauf der Stadtbefestigung (Hamburger Wallanlagen), die die Außen- von der Binnenalster trennt. Da diese Brücke den Straßenverkehr nicht mehr allein bewältigen konnte, kam bereits 1953 nördlich der alten Querung die Neue Lombardsbrücke hinzu, die 1963 zu Ehren John F. Kennedys nach dessen Ermordung in Kennedybrücke umbenannt wurde. Auf ihrem Gehweg (Nordseite) ist der 10° Meridian im Pflaster gekennzeichnet.

Die beiden Brücken sind für den innerstädtischen Fahrzeugverkehr sowie für den Eisenbahn-Nah- und Fernverkehr (Hamburg-Altonaer Verbindungsbahn) von großer Bedeutung. Bei aller Schönheit: Die Alster teilt die Stadt in Ost und West und stellt den Verkehr vor ein „reizvolles“ Problem. Es gab bereits mehrere Planungen für Groß-Verkehrsprojekte, die die Außenalster in einem Tunnel unterqueren sollten. In den 1920er Jahren wollte man eine U-Bahn-Strecke (Alsterhalbring) zwischen Hallerstraße und Mundsburg bauen. In der Nachkriegszeit war im Zuge einschneidender Straßenprojekte die Realisierung eines Schnellstraßentunnels zur Nordumfahrung der Innenstadt sowie der Alsterbrücken angedacht.

Rund um die Außenalster ist ein Parkstreifen (Alsterpark) angelegt, dessen westlicher Teil zeitgleich zur Internationalen Gartenbauausstellung (IGA) 1953 ausgebaut wurde. Mit Ausnahme hinter einigen wenigen Bootshäusern hat man einen freien Blick auf die Alster. Das ist besonders reizvoll beim jährlich stattfindenden großen Feuerwerk aus Anlass des Kirschblütenfestes der japanischen Gemeinde in Hamburg, die es erstmalig 1968 stiftete.

Binnenalster

Die Binnenalster, die ca. 18 ha Fläche aufweist, ist der kleinere, südliche Teil des Alstersees. Sie wird von der Außenalster im Nordosten gespeist. Sie fließt in der südlichen Ecke über das Fleet Kleine Alster – hier erfolgt jetzt an der Rathausschleuse auch die Stauung – Richtung Elbe ab. Privater Motorschiffs-Verkehr ist auf der Binnenalster mit wenigen Ausnahmen nicht zugelassen.

In der Mitte der Binnenalster verankert, befindet sich seit 1987 die (von privaten Mäzenen finanzierte) bis zu 60 Meter Höhe speiende Alsterfontaine. Die dadurch verbundene Einbringung von Luft-Sauerstoff hat inzwischen zu einer anerkannt deutlichen Verbesserung der Wasserqualität beigetragen.

Rund um die Binnenalster liegen verschiedene Geschäftsgebäude, unter anderem der Firmensitz der Hapag-Lloyd AG, das Hotel Vier Jahreszeiten, das traditionsreiche Kaufhaus Alsterhaus sowie der nicht minder berühmte Alsterpavillon. Neueste Attraktion ist die im Herbst 2006 eröffnete Europa Passage.

Am Südwestufer, dem Jungfernstieg, liegt die Hauptanlegestelle für die weiße Flotte der Alsterschiffe, die von hier sowohl die Alster mit ihren Kanälen als auch die Hamburger Fleete befahren und bis nach Bergedorf verkehren. Direkt an der Anlegestelle befindet sich ein Zugang zum U- und S-Bahnhof Jungfernstieg. Die Bahnhofsanlagen der S-Bahn und der U-Bahn-Linie U2 liegen unter der Binnenalster.

Jährlich an einem verlängerten Wochenende Ende August findet rund um die Binnenalster seit 1976 das allseits beliebte Alstervergnügen auf den unmittelbar angrenzenden Straßen statt. Besonderer Höhepunkt ist dabei seit 1994 das jeweils über drei Abende hin ausgetragene internationale Feuerwerkfestival, initiiert und bis zu seinem Tode moderiert von Carlheinz Hollmann.

(Text: Öffnet einen externen Link in einem neuen FensterWikipedia, Photos: Öffnet einen externen Link in einem neuen Fensterwww.mediaserver.hamburg.de)