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Hamburg und seine Städtepartnerschaften

Hamburgs Politik war und ist bestrebt, die Spaltung Europas und der Welt zu überwinden und Brücken zu schlagen. Jede einzelne Städtepartnerschaft hat dabei ihre eigene Geschichte und ihre eigene Bedeutung.

Historisch hat es nach 1945 zwei Phasen gegeben, in denen sich Hamburg zu partnerschaftlichen Beziehungen mit anderen Städten entschloss. Zunächst das Ende der 50er Jahre, die im Zeichen der Aussöhnung mit dem Westen und des Kalten Krieges mit dem Osten standen; dann die zweite Hälfte der 80er Jahre, die von den Reformprozessen in Osteuropa gekennzeichnet waren.

Annäherung zwischen Ost und West

Als 1957 Hamburg die mündliche Vereinbarung über eine Städtefreundschaft mit dem damaligen Leningrad (Öffnet einen internen Link im aktuellen FensterSt. Petersburg) einging, bedeutete dies den Beginn einer weitsichtigen Politik, die unter dem Schlagwort der "Politik der Elbe" bekannt geworden ist. Hamburger Politiker haben mit als erste damit begonnen, auf regionaler und kommunaler Ebene den Eisernen Vorhang durch die schrittweise Annäherung von gleichberechtigten Partnern in Ost und West durchlässig zu machen.

Jahrzehntelang hat Hamburg den konsequenten Ausbau der Beziehungen zum damaligen Leningrad betrieben, was es für das heutige St. Petersburg zu einem privilegierten Ansprechpartner in Westeuropa macht.

Die Städtepartnerschaft mit Dresden aus dem Jahre 1987 und mit Öffnet einen internen Link im aktuellen FensterPrag aus dem Jahre 1990 hat die "Politik der Elbe" fortgesetzt. Die erneute Verbindung zum traditionellen Hinterland Hamburgs, dem Wirtschaftsraum Sachsen-Böhmen, ist fast fünf Jahrzehnte nach Ende des Zweiten Weltkrieges gelungen.

Aussöhnung nach dem Weltkrieg

Anders verhielt es sich mit Marseille, mit dem Hamburg 1958 als eine der ersten Städte in Deutschland eine Städtepartnerschaft schloss. In den 50er Jahren gehörte die deutsch-französische Aussöhnung zu den wichtigsten Forderungen deutscher und europäischer Politik. Die Aussöhnung, darüber waren sich die Politiker in beiden Ländern einig, konnte nur durch die menschliche Begegnung und das Verständnis füreinander erzielt werden.

Die Partnerschaft zwischen Städten war dazu ein ideales Mittel. Heute hat das damals begonnene Lernen und Verstehen der jeweils anderen Mentalität und kulturhistorischen Tradition sein Ziel erreicht. Kontakte und Beziehungen zwischen Bürgern beider Länder auf den verschiedensten gesellschaftlichen Ebenen sind zu einer absoluten Normalität geworden. Genau dies haben die Väter der deutsch-französischen Freundschaft bezweckt. Die Partnerschaft zwischen Hamburg und Marseille hat dazu ihren Beitrag geleistet und ihre historische Aufgabe getan.

Gemeinsame Wirtschaftsinteressen und Entwicklung

Neben Marseille, das für die Aussöhnung mit dem Westen steht, und St. Petersburg, Dresden und Prag, die für die Annäherung an den Osten stehen, unterhält Hamburg vier weitere Städtepartnerschaften: Shanghai in China, Osaka in Japan, León in Nicaragua und Chicago in den Vereinigten Staaten von Amerika.

Werden die Beziehungen zu der nord-amerikanischen und den asiatischen Partnerstädten überwiegend von gegenseitigen Wirtschaftsinteressen bestimmt, so ist die Verbindung mit Léon eine Entwicklungspartnerschaft, bei der Hamburg Maßnahmen zur Verbesserung der Lebenssituation in dieser Stadt eines verarmten Landes unterstützt.

Die Partnerschaften stellen den wichtigen Versuch Hamburgs dar, auf wirtschaftlichem und entwicklungspolitischem Gebiet zu kooperieren und somit seiner Verantwortung und seiner Tradition als weltoffene Handelsstadt gerecht zu werden.

(Quelle: Öffnet einen externen Link in einem neuen Fensterwww.hamburg.de)